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Beratung & Hilfe für Jugendliche in Krisen

 

Professionelle und unbürokratische Hilfe

„Ich kann nicht mehr, ich muss weg, kann ich zu euch kommen?“ So beginnen viele telefonische Beratungsgespräche im „Schlupfhuus“, auch dasjenige der 15-jährigen Kim. Wir laden sie zu einem Abklärungsgespräch ein. Nach einer halben Stunde steht sie vor der Türe. Sie ist weiterhin emotional aufgelöst. Seit Jahren höre sie von den Eltern Sätze wie sie sei wie ein Krebsgeschwür, oder sie hätten sie besser abgetrieben. Genauso schlimm sei das wochenlange Schweigen. Kim bleibt im „Schlupfhuus“.

Tom, 16-jährig, steht mitten in der Nacht vor der Türe. Er berichtet, seit Jahren von der Mutter mit verschiedenen Gegenständen geschlagen zu werden. Er habe sich nie gewehrt, habe es über sich ergehen lassen. Gestern aber hätte er es nicht mehr ausgehalten und zurückgeschlagen und danach die Wohnung verlassen. Diech der Aus- und Weiterbildung junger Fachleute auf dem Gebiet der Genetik zugute. letzte Nacht habe er auf der Strasse verbracht. Er habe so ein schlechtes Gewissen gegenüber seiner Mutter. Auch Tom bleibt vorübergehend im Schlupfhuus.

Tom hat wegen vielen Fehlzeiten seine Lehrstelle verloren. Er schämte sich für die sichtbaren Gewaltspuren. Durch die zeitnah organisierte stundenweise Einzelbeschulung gewinnt er wieder an Selbstvertrauen und Stabilität. Für Kim organisieren wir, aufgrund ihrer kreativen Seite und der Schwierigkeit ihre Not in Worte zu fassen, eine Maltherapeutin, bis die Mutter in eine Therapie einwilligt und sie einen ersten Termin auf dem KJPP hat.

Solche zusätzlichen Stabilisierungsmöglichkeiten haben eine grosse Wirkung auf die Situation der Jugendlichen. Wir freuen uns sehr, diese dank Spenden aus dem Zürcher Ärzteball anbieten zu können.

Themenbild

 

 

Foto Portrait
Lucas Maissen
Dipl. klin. Heil- & Sozialpädagoge, Psychologe M.Sc.
Institutionsleiter
Ambulante und stationäre Krisenintervention für Jugendliche
Schönbühlstrasse 8, 8032 Zürich